Sonntag, 4. November 2012

Der Widerstand der Ärzte.


Die Ärztekammer hat bis jetzt schon mehr als 100.000 Unterschriften gegen ELGA gesammelt, und erwägt jetzt ein Volksbegehren und eine Verfassungsklage. 100.000 Österreicher haben bei einer Umfrage gegen die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) gestimmt und unterschrieben. Es sind in vielen Ärztepraxen Unterschriften gesammelt worden, genau waren es 103.111 Patienten die gegen ELGA gestimmt haben. Die Patienten wollten diese Form der Gesundheitsdatenspeicherung nicht haben und deswegen gaben sie auch ihre Unterschrift her.

Die Aktion wurde von der Wiener Ärztekammer Ende Juli gestartet, aber schnell zogen auch die Ärztekammern der anderen Bundesländer nach. Dadurch konnten in sehr vielen Ordinationen das Formular unterzeichnet werden und damit erweitertesich die Unterschriftenreihe in ganz Österreich.

Jetzt will der Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres, ein Volksbegehren nicht mehr ausschließen, weil doch sehr viele Leute gegen ELGA gestimmt haben. In einer Presseaussendung sagte Thomas Szekeres: "Wir sind gewillt, im Rahmen aller demokratischen Möglichkeiten die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und gemeinsam mit unseren Patienten gegebenenfalls auch ein Volksbegehren zum Thema ELGA zu initiieren" und setzte dadurch ein Zeichen, dass die Österreichische Ärztekammer noch nicht “ganz“ der Korruption verfallen ist.

Eine Klage beim Verfassungsgerichtshof will man auch noch ins Auge fassen. Auch das Wort Gesundheitsdaten sieht die Ärztekammer in diesem Zusammenhang problematisch. Auch der Präsident der Bundes-Ärztekammer, Artur Wechselberger sieht das Gesundheitssystem in Österreich ausbaufähig und verlangt das dort mehr Geld reingesteckt werden sollte.

So und hier noch ein kleiner "Schwank" was ELGA bringen sollte. Sie können sich ELGA so vorstellen, dass, wenn es eingeführt wird, Sie bei jedem Arztbesuch quasi komplett “geröntgt“ werden. Mit der Elektronischen Gesundheitsakte sollen auch künftig Befunde und gesundheitsrelevante Dokumente gespeichert und für alle Ärzte jederzeit abrufbar sein. Die E-Card des Versicherten dient dabei als Schlüssel: Wird sie ins Lesegerät gesteckt, kann jeder die sie benutzt, alle Dokumente und Diagnosen lesen und bearbeiten. Alle Entlassungsbriefe, Labor- und Radiologiebefunde, sowie eine Medikamentenübersicht sollen abrufbar sein, weitere Notfalldaten, Anamnesen, den Impfpass, aber auch Patientenverfügungen kann man damit dann einsehen.

Also wir finden, dass eine solche Veröffentlichung der Daten immer noch dem Patienten überlassen, und nicht für jeden lesbar sein sollte. Das sind sehr wichtige und empfindliche Daten auf die man dann einen sehr leichten Zugriff hat. Wir stimmen mit einem LAUTEN NEIN dagegen.




JUPIs Tirol

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